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Vom Altmeister des amerikanischen Kinos kommt diese nicht nur für eingefleischte Dylanologen packende Dokumentation: ein filmisches Jigsaw Puzzle allererster Güte, spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Scorsese’s Affinität zur Musik ist hinlänglich bekannt durch die Realisierung des »Last Waltz« oder durch seine Beiträge zur »The Blues«-Serie. Was im Falle Dylan geboten wird, ist eine fesselnde Mischung aus Kalter-Krieg-Geschichtsunterricht gepaart mit soziokultureller Bürgerrechtsbewegungs- bis Swinging-Sixties-Dokumentation, aufgereiht an jener Perlenkette der Metamorphose des pausbäckigen Teenagers Robert Zimmermann vom Woody Guthrie transformierenden Folkie hin zum hippen Bandrocker, dessen wilde Mähne mit der Heugabel gekämmt zu sein schien. Kompetente Zeitzeugen erster Güte kommentieren eloquent jenen Weg raus aus dem Kaff Hibbing über Greenwich Village und ein skandalös elektrisiertes Newport (Sideman Mike Bloomfield malträtiert die Telecaster, als ob der Klapperschlangen häuten will) bis hin auf die Bühne der ehrwürdigen Royal Albert Hall. Sehenswert überdies ob der zahlreich perfekt eingeschnittenen rotzfrechen Interviews und Kommentare des sich immer wieder selbst neu erfindenden »Song and Dance Man«. Scorsese läßt »No Direction Home« geschickt mit der legendären 66er Tournee bzw. dem Motorradunfall wenig später enden und der Betrachter eilt hochadrenalisiert zum per Flatrate angebundenen Rechner, umgehend den passenden Soundtrack »The Bootleg Series Vol. 4/Bob Dylan Live 1966« ordernd.
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Stichworte:
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Dylan
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Permalink:
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Trackback URL:
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andreas kuhn, jahrgang 1963, hat schriftsetzer gelernt, früher in »blei«, optomechanisch und dann im digitalen fotosatz alles von der visitenkarte über periodika und bücher bis zum plakat produziert, sich nach dem mac-erstkontakt in 1985 zunächst als dtp-operator, dann knapp drei jahre als vertriebsbeauftragter in einem großen frankfurter apple center seine »sporen verdient«, um 1992 in die selbständigkeit zu starten. andreas kuhn war seitdem als freier und unabhängiger consultant in sachen electronic publishing (konzeption, beratung, trainings, workshops) unterwegs, als lebenslänglich begeisterter typograf und fotograf mit u.a. nebentätigkeiten als lehrgangsleiter zweier umschulungskurse zum mediengestalter mit einbindung in den ihk-prüfungsausschuß. andreas kuhn ist seit 1987 mac-nutzer, seit 2001 »mac os x«-user und trainer für betriebssystem wie print-/web-publishing mit mac os x, seit oktober 2005 adobe certified expert, indesign (ace). 2006: it supervisor bei der re:sources germany gmbh (shared service center publicis groupe s.a.) und seit november 2006 site manager leo burnett. andreas kuhn ist sänger und gitarrist (edd b. flat, men in black, blind reverend eggman & the churchgirls, easy rattle, daddy joe’s bluesband).
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